Läden in BSB: So macht’s Shoppen noch mehr Spaß

Interessantes Neues wird in einigen Geschäften in Bersenbrück geboten: Kunden können dort durch ein interessantes Info-Angebot surfen.

Hedwig Grewing begrüßte für „Bersenbrücks Mitte“ in der Brillen Galerie Bödeker die Gäste und erläuterte, was an Neuem auf die Beine gestellt wurde.

Über die Bildschirme, die es derzeit in drei und bald in sieben Geschäften gibt, kann so einiges entdeckt werden.

Per Touch viele Infos abrufen.

Orientierung bietet da z. B. der „Ortsplan“ mit einer interaktiven Karte zum Geschäfts- und Parkplatzangebot in Bersenbrück-Mitte. „Notdienst/Kommune“ ist ein weiteres Angebot; was das Wetter bringen wird, ist zu erfahren, Veranstaltungen in Bersenbrück sind unter „Termine“ abzurufen, es gibt einen „Foto-Shop“ mit Bildern zu den vielfältigen Seiten der Stadt.

Abrufbar sind auch Infos zu „Aktuellen Aktivitäten und Angeboten“ und manches mehr. Im unteren Bildschirmbereich läuft ein Band mit News, im oberen laufen die mitmachenden Geschäfte durch. Größenmäßig fallen die Bildschirme in den Geschäften unterschiedlich aus, je nach vorhandenem Platz.

Und das sind die 7 Geschäfte. Derzeit gibt es Bildschirme bei Deluxe Fitness (Am Tüv 8B), Kolde (Bramscher Straße 4) und bei Ricke (Lindenstraße 17). Folgen werden noch die Brillen Galerie Bödeker (Lindenstraße 5), Copy Point (Lindenstraße 23a), Rad + Spiel Grewing (Mittelstraße 4) sowie Juwelier Kreuzkamp (Lindenstraße 12).

Bei Kolde hängt der Bildschirm vor dem Eingang zur Post-Filiale.

 

Passgenaue Lösungen.

Für die Geschäfte wurden, was die Hardware angeht, individuelle Lösungen gesucht und gefunden. Bei Kolde (Tabakwaren, Presse, Whiskys, Geschenke) in der Bramscher Straße hängt der Bildschirm z. B. an der Wand im Bereich der Post-Filiale. In der Brillen Galerie Bödeker stand zur Präsentation des neuen Angebots am 3. Juli ein veritables Großmöbel, das an ein überdimensionales Smart-Phone erinnert. Bei Ricke hängt ein Bildschirm, der zum Fenster hin klappbar ist und dann auch von außen gesehen werden kann.

Im Geschenke-Haus Ricke kann der Bildschirm zum Fenster hin geklappt werden.

 

Aktiv und kreativ: Bersenbrücks Mitte.

Zur Präsentation des neuen Angebots eingeladen hatte die Arbeitsgemeindschaft „Bersenbrücks Mitte“. Sie engagiert sich schon lange dafür, zum Shopping vor Ort zu animieren und hat sich zu einer schlagkräftigen Gruppe entwickelt. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder, um sich auszutauschen und Aktivitäten zu planen – und das zeigt Wirkung. So ist es bereits mehrfach gelungen, aus Fördertöpfen Fördermittel für Projekte zur Attraktivitätssteigerung des Stadtkerns zu gewinnen. Am 3. Juli hob sich nun der Vorhang für die jüngste Aktion.

Gruppenbild mit Bürgermeister Klütsch (links), Samtgemeindebürgermeister Baier (3. von links), Vertretern der beteiligten Geschäfte, des Stadtrats, der Fördergemeinschaft, des Landkreises, der IHK, der Planungsbüros Mensing und Peter Kenkel.

Hedwig Grewing machte in ihren einführenden Worten für „Bersenbrücks Mitte“ deutlich, dass man in „engem Kontakt steht“ mit der Fördergemeinschaft Aktuelles Bersenbrück, vertreten durch Andreas Wiegmann und Jens Wernsing, und von der Stadt „interessiert begleitet und unterstützt wird“.

Für das aktuelle Digitalisierungs-Projekt gab es z. B. 8.800 € Fördermittel des Landkreises aus dem Zukunftsfonds 4.0 Ortskernentwicklung. Das entspricht einem Kostenanteil von 40 %. 30 %, so die Förderbedingungen, muss die Stadt auf diese Summe drauflegen (6.600 €) und 30 % (6.600 €) müssen private Akteure (in diesem Fall die 7 Geschäfte) beisteuern. Bei diesem Projekt brachten private Geschäftsleute sogar mehr als die notwenigen 30 % auf. Der Dank von Hedwig Grewing galt allen, die zum Erfolg beigetragen haben.

 

„Alleinstellungsmerkmal“. „Verneige mich“.

Bürgermeister Christian Klütsch bezeichnete das Projekt als „etwas Besonders“, als „Alleinstellungsmerkmal“ für Bersenbrück, das „uns von anderen abhebt“. Er bedankte sich bei den Akteuren. Es sei viel Bewegung drin und das nächste Projekt sei schon in der Pipeline. „Im Namen der Stadt“, so Klütsch, „verneige ich mich vor Eurem Engagement“.

Interesse & Austausch: Bürgermeister Christian Klütsch z. B. mit Jens Waßmund am Bildschirm (links) und Samtgemeindebürgermeister Horst Baier im Gespräch Andreas Wiegmann (Vorsitzender der Fördergemeinschaft).

 

„Was ist das denn?“.

Schwung verlieh den Aktivitäten für attraktivere Ortskerne nicht zuletzt die 2016 von Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier initiierten „PlanerWerkstätten“, die in Bersenbrück und Ankum stattfanden, begleitet von dem darauf spezialisierten Büro Convent Mensing – um mit kleinen und großen Ideen frischen Wind in die Einkaufslandschaft zu bringen. Die Samtgemeinde steht da weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Horst Baier fand „sehr gelungen“, was im Rahmen des Digitalisierungsprojekts entstanden ist, und setzt darauf, dass durch lebendige Ortskerne dem Online-Handel zunehmend Grenzen gesetzt werden.

Was ist das denn?, habe er bei Eingang des Förderantrags erst einmal gedacht, sagte Arndt Hauschild für den Landkreis. Und nun sei er „sehr beeindruckt“ und freue sich darüber, dass das Projekt umgesetzt wurde. Dem Online-Shoppen die Stirn bieten, Ortskerne vor der Verödung zu bewahren, ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich auch die Industrie- und Handelskammer verschrieben hat, für die Jana Gerdes, u.a. zuständig fürs Heimatshoppen, nach Bersenbrück gekommen war.

Im Gespräch (von links): Jens Waßmund (PK), Klaus Mensing und Arndt Hauschild (Landkreis Osnabrück).

 

„Ein Anfang ist gemacht“.

Über das Digitalisierungsprojekt sind die beteiligen Unternehmen miteinander verbunden. Zum Vorteil gereichen soll das der lokalen Geschäftswelt, und darüber zugleich allen, denn ein belebter, lebendiger Stadtkern ist ein Gewinn für alle Bürger.

Mit den 7 Geschäften, die beim neuen Angebot mit dabei sind, sei, so Hedwig Grewing, „ein Anfang gemacht“. Dass weitere Geschäfte mitmachen, wünschte sie sich ebenso wie eine Ausweitung der Inhalte. Denkbar und möglich ist da vieles, und das nicht nur im Bereich touristische Informationen.

Hinterlegt ist die Bildschirm-Oberfäche mit eine Reihe von Bersenbrück-Bildern.

„Wenn man das Thema Digitalisierung anfasst“, so Hedwig Grewing, „dann hat das kein Ende“. Anzumerken war ihr bei diesen Worten, dass sie es gar nicht abwarten kann, weitere Schritte zu gehen.

Für ein Projekt, wie es in Bersenbrück realisiert wurde, braucht es nicht nur Technik, sondern auch Medienmöbel. Als Komplettanbieter wurde da das Planungsbüro Peter Kenkel (PK) ins Boot geholt, für das Jens Waßmund genauer erläuterte, was da entwickelt wurde.

Vieles wurde bis zur Einweihungsfeier geschafft, aber nicht alles. So kam auch die Bildschirm-Stele aus der Brillen Galerie erst einmal zurück in die Werkstatt, um dort in den ausgewählten Farben lackiert zu werden. Auch bei Spiel + Rad Grewing wartet man noch darauf, dass der letzte Schliff – die Lackierung – vollendet wird.

 

Vielleicht doch noch nicht alles entdeckt. 

Mit dabei auch Juwelier Kreuzkamp.

Wenn ab dem 2. August wieder das Festival Reggae Jam in Bersenbrück über die Bühne geht, werden Tausende aus nah und fern in die Stadt strömen – und auf Neues in den Geschäften treffen. Interessant ist das Angebot aber nicht nur für Ortsunkundige. Wissen wir, die wir in Bersenbrück und Umgebung zu Hause sind, überhaupt, was alles es hier vor Ort an Geschäften und Shopping-Angeboten gibt?

Selbst in Geschäften, die man gut zu kennen meint, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. So schön ein Shopping-Bummel durch Bersenbrücks Einkaufsstraßen ist: Wer dazu nur selten kommt, kann bequem digital auf Entdeckungsreise gehen. Über die Bildschirme in den sieben Geschäften oder auch vom heimischen Sofa aus unter www.bersenbruecksmitte.de.

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